Was anliegt. Was mir wichtig ist. Was mich berührt oder beschäftigt  ... findet ihr hier.

Was ich heute in den Lola-Bücher anders machen würde, und warum

 

Ich habe mich in letzter Zeit intensiv mit dem Thema Rassismus beschäftigt. 

In diesem Zusammenhang bin ich auch in die Debatte über diskriminierende und stigmatisierende Sprache in der Kinder- und Jugendliteratur eingestiegen, der ich anfangs eher skeptisch gegenüberstand. 

 

Mittlerweile habe ich viel darüber gelesen  und mich noch mehr darüber ausgetauscht. Anfangs vor allem mit weißen Menschen, später zunehmend mit Schwarzen Menschen und People of Color. 

Da ich ohne meinen iranischen Vater und ohne Bezug zu meinem Vaterland aufwuchs, ist mir in diesem Austausch vieles bewusst geworden – nicht zuletzt, dass ich selbst eine Person of Color bin. 

 

Was ich allerdings schon immer wusste: Ich bin gegen Rassismus und gegen Diskriminierung. Deshalb war ich auch erstmal erschrocken, als mich Stimmen von Kindern und Erwachsenen erreichten, die sich von einigen Ausdrücken in den Lola-Büchern angegriffen fühlten. Mehr als jedes andere Buch von mir steht doch die Lola-Reihe für ein Miteinander.

Als im ersten Band das N-Wort auftaucht, steht es als Schimpfwort an der Hauswand von Lolas Familie, die daraufhin umzieht. Ich wollte damals mit diesem Ausdruck aufzeigen, wie verletzend Rassismus sein kann. Aber bei Lesungen wurde mir zunehmend gespiegelt, dass viele Kinder das N-Wort gar nicht mehr kennen. Und nach jeder Lesung wurde in mir die Frage lauter, ob ich mit meiner "gut gemeinten Aufklärung" nicht auch unfreiwillig dazu beitrage, rassistische Worte wieder einzuführen. 

Vor ein paar Tagen schilderte mir eine Schwarze Mutter, was es mit ihr machte, als ihre siebenjährige Tochter beim gemeinsamen Hören von "Hier kommt Lola" mit dem bisher für sie unbekannten Wort konfrontiert wurde.

In einem anderen Lola-Band rutscht Lolas Schwarzem Vater selbst ein rassistischer Spruch über eine Gruppe von Frauen heraus, und Lola reflektiert seine Worte erst viele Seiten später.

Das mag zu der Zeit, in der ich das Buch geschrieben habe, nachvollziehbar gewesen sein. Aber die Zeiten haben sich geändert und mit ihnen das Bewusstsein vieler Kinder und Erwachsener. Heute würde Lola ihrem Vater sofort Kontra geben, er würde sich vermutlich erstmal rechtfertigen und schließlich würde er einsehen, dass das, was er da gerade von sich gegeben hat, weh tut. Oder: Ich würde Lolas Vater eine solche Bemerkung erst gar nicht in den Mund legen. 

 

Mein Dank geht an alle, die mir geholfen haben, zu diesem Thema eine klarere Einstellung zu finden. Auch ich habe jetzt verstanden, warum die Ausdrücke, bei denen ich damals nichts Böses im Sinn hatte, verletzend sind. Das tut mir von Herzen leid.

Mit dem Loewe Verlag habe ich vereinbart, dass ich die betroffenen – und betroffen machenden – Stellen für eine Neuauflage korrigieren kann, und schon jetzt ist eine Zwischenauflage für den ersten Lola-Band in Arbeit.

 

Isabel Abedi im Dezember 2021

 

Meine eigene Sendung im Radio moderieren zu dürfen,

mit meinen Lieblingsliedern, und was sie für mich bedeuten ...

Das habe ich mir bis jetzt nur im Traum vorgestellt.

Jetzt ist er wahr geworden.

 

Ab dem 12. Juni 2021 ist meine Folge "Nahe Ferne"

bei Klassik-Pop-et-cetera im Deutschlandradio zu hören.

 

Produziert wurde die Folge in meinem Lieblingsstudio

 

German Wahnsinn: https://germanwahnsinn.de

 

Und hier ist der Link zur Sendung, die bis zum 18. Juni 2021 in der Meditathek des Deutschlandfunks abrufbar ist:

 

https://www.deutschlandfunk.de/die-autorin-isabel-abedi-nahe-ferne.827.de.html?dram:article_id=495024

freigeistern! Der Podcast für Kinder- und Jugendliteratur
Hier geht es um Kindheit und Kinderbücher, um Bilderbücher, Jugendbücher und um Bücher für alle. Zweimal im Monat, am Donnerstag, lädt die Literaturkritikerin und Kinder- und Jugendbuch-Expertin Christine Knödler ein zu spannenden Themen und Gesprächen zur Literatur und zum Lesen. Es gibt Buch-Tipps und manchmal Verrisse – und hier kommen die zu Wort, die schreiben, zeichnen, lesen. Frei, geistreich, begeisternd: einfach freigeistern!

 

Ich war begeisterter Gast in Folge 22, die ihr mit allen anderen Folgen hier abrufen könnt:

https://freigeistern.com

HIER IST ER, DER NEUE ROMAN VON AMY GILES, DEN ICH INS DEUTSCHE ÜBERSETZEN DURFTE.

Zum ersten Mal habe ich eine Bilderbuch-Geschichte übersetzt, für eine kleine - und hoffentlich auch große Leserschaft. 

 

Im Klappentext heißt es:

 

Hier kommen die Plufer! Die kleinen grauen Wesen tun nichts lieber, als zusammen kleine graue Wolken in die Luft zu pusten. PLUUF! Doch ein kleiner Plufer ist anders - seine Wolke fliegt mit einem SCHUUF! kunterbunt in die Welt. Die anderen Plufer finden das sehr seltsam und wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Ein Glück gibt es einen Freund, der das Besondere in der bunten Wolke erkennt, und die Plufer davon überzeugt, dass bunt einzigartig und wunderschön ist. 
Eine berührende Geschichte über Akzeptanz, Vorurteile und Inklusion, die deutlich macht, dass es unsere Unterschiede sind, die uns einzigartig und besonders machen. Dieses außergewöhnlich illustrierte Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren bietet für Eltern Gesprächsanlässe über Unterschiede und Diskriminierung - Themen, die aktueller denn je sind. Bezaubernd übersetzt von der erfolgreichen Autorin Isabel Abedi.

 

Danke 😊 ! Das Übersetzen hat auch mich bezaubert!

Live gelesen mit ...

 

Durch die Corona Krise musste ich viele Lesereisen absagen und eine große  Reise nach Amerika. Getröstet hat mich, dass man auch in der Fantasie und in Geschichten auf Reise gehen kann. 

 

Im Rahmen von "Loewe liest" hatte ich sogar meinen allerersten Auftritt am Schlagzeug - wie das klingt, könnt ihr hier sehen. Ich danke jedenfalls Eduardo Garcia von German Wahnsinn für die Fünfsterne-Betreuung und den Super Sound: https://www.youtube.com/watch?v=GqggqwSunK8

 

 

 

 

Im Rahmen einer Aktion vom NDR und SWR öffne ich meinen Geschichtenkoffer. Wer Lust hat, einzusteigen:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Live-gelesen-mit-Isabel-Abedi,abedi112.html

 

In Zusammenarbeit mit dem Arena Verlag und der deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur gibt es eine Lesung aus meinem Jugendroman "Die längste Nacht". Auch hier geht's ums Reisen, und das, was sich damit verbindet: https://www.akademie-kjl.de/veranstaltungen-projekte/literarisches-antivirus-programm/

 

 

 "Jetzt ist alles, was wir haben" gewinnt den Buxtehuder Bullen 2019

 

Meine erste Übersetzung, das Debüt von Amy Giles – und doppelte Freude über den "Buxtehuder Bullen", mit dem "Jetzt ist alles" ausgezeichnet wurde. Nach der feierlichen Verkündung ist Amy Giles mit ihrer Familie über den großen Teich nach Hamburg gereist. Eine unvergessliche Zeit, mit gemeinsamen Lesungen und einem prallen Programm voller Sternstunden, das Ulrike Metzger und ihr Team von der Stadtbibliothek in Buxtehude zum Niederknien gut gerockt haben. Hier gibt's ein paar Artikel für die Nachlese und unten ein paar Augenblicke.

 

https://www.buxtehuder-bulle.de/index.php/de/news/aktuelles

https://www.ndr.de/kultur/buch/Amy-Giles-mit-Buxtehuder-Bullen-ausgezeichnet,buxtehuderbulle192.html

 

Übersetzer-Seminar im Elsa Brandström Haus

 

Alle Jahre wieder tagt im Elsa Brandstrom Haus das internationale Übersetzer-Seminar. Übersetzer*innen aus der ganzen Welt kommen an diesem denkwürdigen Ort in Blankenese zusammen, und sind sich über eines völlig einig: Übersetzen ist kein Kinderspiel.  Aber: sie alle sind mit Herzblut dabei. Ich selbst wurde dreimal zu diesem besonderen Event eingeladen, in diesem Jahr, zusammen mit anderen Autorinnen und Autoren  zum 10. Jubiläum. Besonders gefreut habe ich mich, Elham Moghadas wieder zu sehen. Sie hat meinen Jugendroman whisper von der deutschen in die iranische Sprache übertragen. Ich wurde sogar zur Buchpremiere nach Teheran eingeladen, doch die Einreise wäre für mich problematisch gewesen.  

Die Gründe dafür sind hier nachzulesen  https://www.buchmarkt.de/menschen/gespraeche/isabel-abedi-aeussert-sich-zum-trump-dekret/ und die Nachlese zum Übersetzer-Seminar hier: https://www.jugendliteratur.org/presse/kein-kinderspiel-1196/?page_id=1

 

 

 

 

Gerade aus dem Netz gefischt: ein stimmungsvolles Video

über das Musiktheaterstück mit Tanz, das im Sommer 2017

von der Stadtteilschule Barmbek nach meiner Romanvorlage

ISOLA aufgeführt wurde:

 

https://vimeo.com/220114795

Meine Lesereise nach Bozen liegt schon ein paar Monate zurück, aber die Eindrücke sind noch fest im Herzen verankert, und etwas von mir findet sich in der Februar-Ausgabe des Südtiroler Kulturinstitutes wieder: ein Einblick auf Seite 12 / ein Rückblick ab Seite 19:

https://www.kulturinstitut.org/fileadmin/UEber_uns/Einblick/Einblick55_Februar2019_web_pdf.pdf

 

Schon viele Jahre begleite ich - und begleiten mich - die Lübecker Bücherpiraten, die immer wieder kreative Workshops, Lesungen, Seminare und Aktionen auf die Beine stellen.

 

Das Thema der 13. Jugendbuchtage lautete "Gläserne Welt" - Teil davon war diese Skype Diskussion mit Cornelia Funke und mir: https://die-blaue-seite.de/cornelia-funke-und-isabel-abedi-im-skype-interview

 

Und ein Steckbrief-Interviews auf der Blauen Seite mit mir gibt es hier: https://die-blaue-seite.de/isabel-abedi

 

 

 

Am 15. Oktober erscheint der erste Roman von Amy Giles, einer amerikanischen Schriftstellerin aus Long Island. Früher war sie Werbetexterin, genau wie ich.

 

Ich habe ihren Roman aus dem amerikanischen Englischen ins Deutsche übersetzt.

 

 

Um was es geht, erfahrt ihr hier:

https://www.randomhouse.de/Buch/Jetzt-ist-alles-was-wir-haben/Amy-Giles/cbj-Jugendbuecher/e505213.rhd

 

Und hier ist ein Youtube Trailer zum amerikanischen Original:

https://www.youtube.com/watch?v=afxKDg1tz-I